Stuttgart, 18.03.2008 – Am Freitag, den 7. März 2008, wurde im Deutschen Bundestag die Notwendigkeit eines schnellen Ausbaus der Breitband-Infrastruktur beraten. Zu einer verbesserten Verfügbarkeit von Breitband-Internetanschlüssen wird es auf absehbare Zeit aber nicht kommen können, weil trotz des angestrebten Wettbewerbs auf den Telekommunikationsmärkten Anbieter, die innovative Technologien nützen, in vielen Fällen von der Bundesnetzagentur ausgebremst werden. Dadurch wird das politische Ziel eines funktionierenden Wettbewerbs konsequent torpediert.

Große Anbieter wie die Deutsche Telekom AG haben in den vergangenen Jahren nur wenig Interesse gezeigt, eine flächendeckende Breitband-Internet-Versorgung herzustellen. Stattdessen hat man sich auf Regionen konzentriert, die leicht und damit kostengünstig zu erschließen sind. Durch einen funktionierenden Wettbewerb, da sind sich die Experten einig, könnten das Angebot und die Leistungsqualität spürbar verbessert werden. Langfristig ließe sich so auch das Problem der Unterversorgung mit Breitband-Internet-Anschlüssen in ländlichen Gebieten lösen.

Eine wesentliche Rolle kommt dabei alternativen Technologien zu – beispielsweise der PortableDSL-Funktechnologie, die die AIRDATA AG bei Breitband-Internet Teilnehmeranschlüssen für die letzte Meile zum Kunden einsetzt. Weil der Einsatz von Funktechnologien keine aufwendige Verkabelung der einzelnen Haushalte erfordert, ist eine Breitbandanbindung auf diesem Wege vergleichsweise kostengünstig und kann innerhalb eines kurzen Zeitraums realisiert werden. Dass sich alternative Funklösungen sowohl für urbane als auch für ländliche Gebiete eignen, wurde in der Praxis bereits beim Einsatz in Stuttgart, Bensberg sowie in Berlin-Hohenschönhausen, Berlin-Friedrichshain und Berlin-Mitte unter Beweis gestellt. In Bensberg konnten DSL-Anschlüsse bereits nach einer Planungs- und Bauphase von nur vier Monaten flächendeckend angeboten werden.

Auf den Nutzen von Funklösungen bei der Breitbandanbindung wies in der aktuellen Debatte im Bundestag nicht zuletzt auch Wirtschaftsstaatssekretär Hartmut Schauerte MdB (CDU/CSU) explizit hin. Umso unverständlicher ist es daher, dass die Bundesnetzagentur die von der AIRDATA AG bereits 2005 beantragte Verlängerung ihrer Frequenzzuteilungen zur Fortführung ihres Geschäftsbetriebs bis heute verweigert. Zwar verurteilte das Verwaltungsgericht Köln die Bundesnetzagentur – entgegen aller Argumente der Behörde – im Juni 2007 dazu, die beantragte Verlängerung zu erteilen, die Bundesnetzagentur verfolgt jedoch weiter das Ziel, den Geschäftsbetrieb der AIRDATA AG zu beenden, und hat daher gegen das Urteil Berufung eingelegt. Hierdurch bleibt die Rechtsunsicherheit für die AIRDATA AG weiter bestehen, ein wirtschaftlich sinnvoller Netzausbau wird verhindert. Eine Verlängerung der Frequenzzuteilung bis zum 31. Dezember 2016 (so wie ursprünglich vorgesehen) würde das Unternehmen demgegenüber in die Lage versetzen, einen wesentlichen Beitrag zur Bereitstellung alternativer Breitband-Infrastrukturen in Deutschland zu leisten. Profitieren würden davon vor allem die Verbraucher.

Der Fall der AIRDATA AG ist exemplarisch für die Situation vieler Anbieter alternativer Technologien in den Telekommunikationsmärkten. Nur durch einen funktionierenden Wettbewerb mit fairen Rahmenbedingungen können Verbraucherfreundlichkeit hergestellt und Versorgungsdefizite nachhaltig behoben werden.

Pressemitteilung als PDF herunterladen

Weitere Informationen:
AIRDATA AG
Hauptstätter Str. 58
70178 Stuttgart

Ansprechpartner:
Christian M. Irmler, Vorstand
Tel.:    0711 96 438 123
Fax:    0711 96 438 444
Mail:    presse(at)airdata.ag
Web:   http://www.airdata.ag